FAQ: Should I Run with Music?
FAQ: Should I Run with Music?

FAQ: Sollte ich mit Musik laufen?

Frag zehn Trailrunnerinnen und Trailrunner, ob sie mit Musik laufen, und du bekommst zehn verschiedene Antworten.

Frag sie nach dem Warum, und du wirst zehn ganz unterschiedliche Vorstellungen davon hören, worum es beim Laufen eigentlich geht. Motivation. Meditation. Beides. Keins von beidem. Wie so oft beim Trailrunning lautet die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.

Was die Forschung dazu sagt, was du auf dem Trail lernst und wie einige von uns bei KEEN damit umgehen, erfährst du hier.

Was für Musik spricht

Dass ein guter Song einen anstrengenden Lauf leichter wirken lässt, ist wissenschaftlich belegt. Musik kann die empfundene Anstrengung verringern, die Stimmung heben und dir helfen, ein gleichmäßigeres Tempo zu halten. Vor allem auf langen, eintönigen Abschnitten, wenn dein Kopf anfängt auszurechnen, wie weit es bis zum Ziel noch ist.

Für manche ist Musik weniger eine Frage der Leistung als der Einstieg. Sie ist der Anstoß, überhaupt die Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen.

„Ich brauche Musik. Je nach Stimmung höre ich unterschiedliche Playlists: EDM, Classic Rock oder Hip-Hop aus den 2000ern“, sagt Kelsey aus der KEEN Produktentwicklung. Sie greift ganz bewusst zu günstigen Bluetooth-Kopfhörern. Eine praktische Entscheidung, denn teure kabellose Modelle würden bei ihr vermutlich nicht lange überleben. Manchmal ist die beste Ausrüstung eben die, um die du dir keine Gedanken machen musst.

Bex aus dem KEEN Supply Chain Team geht das Thema etwas anders an. Musik hört sie nur, wenn sie auf der Straße läuft. „Laufen auf der Straße ist einfach langweilig!“, sagt sie lachend. Nachdem sie in sechs Jahren vier verschiedene In-Ear-Kopfhörer ausprobiert hatte, hat sie schließlich in die Bose Ultra Open Earbuds investiert und ihre Suche beendet. Meist trägt sie nur einen Earbud. Aus Sicherheitsgründen hat sie sich das angewöhnt und ist bis heute dabei geblieben, auch wenn Sicherheit nicht immer im Vordergrund steht.

Open-Ear-Kopfhörer haben für viele Läuferinnen und Läufer vieles verändert. Auch für diejenigen, die Musik beim Laufen lange skeptisch gegenüberstanden. Ginny aus dem KEEN Kreativteam lief lange Zeit ganz ohne Musik. Bis ihr ein Kollege seine Open-Ear-Kopfhörer zeigte. Sie entschied sich daraufhin für die JLab Flex Open Earbuds und war überrascht, wie gut sie ihr gefielen.

„Es ist wie Hintergrundmusik. Du hörst sie, nimmst aber trotzdem alles um dich herum wahr“, sagt sie. Trotzdem endet die Musik für sie am Trailhead. Auf dem Trail läuft sie dagegen weiterhin ohne Musik und genießt lieber die Geräusche der Natur um sich herum.

Wenn du mit Musik läufst und noch nach der passenden Playlist suchst, ist die KEEN2Run Playlist ein guter Anfang. Sie bietet 16 Stunden trailtaugliche Tracks, von Yugo Rock bis Shoegaze. Zusammengestellt für Läufe, die sich so abwechslungsreich anfühlen wie die Trails selbst.

Was für Stille spricht

Beim Trailrunning rückt Musik oft ganz von selbst in den Hintergrund. Wird das Gelände technisch anspruchsvoll, gehört deine volle Aufmerksamkeit dem nächsten Schritt. Und wenn die Aussicht so schön ist, dass du ohnehin stehen bleibst, können Kopfhörer schnell wie eine Barriere wirken. Zwischen dir und dem eigentlichen Grund, warum du hier draußen bist.

„Laufen ist für mich die Zeit, um abzuschalten, meinen Körper bewusst wahrzunehmen und ganz im Moment aufzugehen“, sagt George aus dem KEEN Trailrunning Team. Für ihn ist der Trail das eigentliche Erlebnis. Musik hebt er sich für die Regeneration auf, nicht für den Lauf selbst.

Mindy aus dem KEEN Communications Team hat bereits acht Marathons und neun 50-Kilometer-Ultras absolviert. Mit der Zeit hat sie ihren ganz eigenen Weg gefunden. Mal läuft sie mit Musik, mal ohne. Wenn sie heute beim Laufen etwas hören möchte, lässt sie die Musik leise über den Lautsprecher in der Tasche ihrer Laufweste laufen, statt Kopfhörer zu tragen. Ein kleiner Unterschied, der für sie viel ausmacht. So bleibt sie aufmerksam für ihre Umgebung und hat trotzdem ein bisschen musikalische Begleitung unterwegs.

Lindsey aus dem KEEN IT Team verzichtet aus einem anderen Grund auf Musik: Sie passt oft nicht zu ihrem Laufrhythmus und das stört sie mehr als die Stille. Wenn ihr nach akustischer Begleitung ist, hört sie stattdessen Podcasts. Dafür nutzt sie die Anker Sport X20 Earbuds, weil sie sich über physische Tasten bedienen lassen. Wie sich herausstellt, sind Touch-Bedienung und Laufhandschuhe oder verschwitzte Hände keine gute Kombination.

Trail oder Straße: Zwei ganz unterschiedliche Welten

Eines zeigt sich dabei immer wieder: Ob du mit Musik läufst oder nicht, hängt oft vom Gelände ab. Beim Laufen auf der Straße, mit ihrem gleichmäßigen Untergrund und den Geräuschen der Umgebung, fühlt sich Musik oft ganz selbstverständlich an. Auf dem Trail ist das anders. Er verlangt mehr Aufmerksamkeit, belohnt dich mit intensiveren Momenten und bringt seinen ganz eigenen Sound mit.

Viele bei KEEN entscheiden je nach Situation: Auf der Straße gern mit Musik, auf dem Trail eher nicht. Lange Solo-Läufe anders als kurze Runden. Morgens anders als nachmittags. Es gibt kein Richtig oder Falsch, nur unterschiedliche Prioritäten. Dein Lauf. Deine Entscheidung. Mit Musik oder ohne.

Unser Fazit

Lauf mit Musik, wenn sie dir hilft, überhaupt loszulaufen, dich motiviert oder die Kilometer einfach noch schöner macht. Lauf ohne Musik, wenn der Trail selbst der Grund ist, warum du draußen bist, oder wenn du auf technisch anspruchsvollem Gelände deine volle Aufmerksamkeit brauchst. Und manchmal hängt es einfach vom Tag ab.

Und falls du Open-Ear-Kopfhörer ausprobieren möchtest: Für einige von uns haben sie die Entscheidung ein gutes Stück leichter gemacht. Vielleicht lohnt es sich, Open-Ear-Kopfhörer auszuprobieren, bevor du Musik auf dem Trail ganz ausschließt.